Erfurt ist die Landeshauptstadt und größte Stadt des Freistaates
Thüringen, eines der sechzehn Bundesländer der Bundesrepublik
Deutschland. Die Universitätsstadt ist eines der drei Oberzentren des
Landes, katholischer Bischofssitz, Sitz des Bundesarbeitsgerichts und
hat den Status einer Kreisfreien Stadt.
Erfurt ist eine alte germanische und slawische Siedlung. Spuren erster
Besiedlung finden sich bereits aus vorgeschichtlicher Zeit. Im frühen
9. Jahrhundert wurde Erfurt ein bedeutender Handels- und Umschlagplatz
zwischen fränkischen und slawischen Waren.
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 742, durch
Missionserzbischof Bonifatius aus Mainz mit der Bitte an Papst
Zacharias um Bestätigung von „Erphesfurt“. Dadurch wurde der
Bischofssitz gegründet. Das Bistum wurde 755 mit dem von Mainz
vereinigt, danach traten die Erzbischöfe von Mainz als Herren in Erfurt
auf.
805 erhob Karl der Große Erfurt zum Stapelplatz für die Slawen.
Anschließend wurde eine erste, der Hl. Maria geweihte Kirche errichtet.
Erfurt war unter den Karolingern und Ottonen eine Königspfalz.
Im 13. Jahrhundert entstand ein fast selbständiger Rat, der die
früheren mainzischen Beamten fast ganz aus der Verwaltung verdrängte.
Seitdem erlebte die Stadt einen großen Aufschwung und wurde bald der
Mittelpunkt des Handels von ganz Thüringen. 1392 eröffnete die dritte
Universität auf deutschem Boden in Erfurt ihre Pforten.
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